Schwalben als Wettervorhersager?

Schwalben sind Insektenjäger und fangen diese im Flug. Deshalb müssen die Vögel tagsüber dementsprechend lange am Himmel kreisen und zwar an den Stellen, wo die meisten Fliegen, Mücken und anderen Fluginsekten umherfliegen.
Bei der Jagd am Himmel im freien Luftraum fliegen die Schwalben nicht nur aktiv durch Flügelschlag sondern lassen sich auch passiv durch Luftströmungen tragen. Erwärmt sich die Luft bei Sonnenschein, steigt sie hoch und trägt auch Insekten mit sich.
Die Schwalben folgen der insektenhaltigen Warmluft und steigen ebenfalls auf.
Dazu sagt der Volksmund: "Fliegen sie hoch, bleibt das schöne Wetter noch." Doch diese Regel stimmt höchstens ab dem späten Vormittag, denn erst dann hat sich die Luft nach dem Sonnenschein erwärmt und steigt nach oben. Somit fliegen in der kühlen Morgenluft sowohl Insekten als auch Schwalben noch niedrig. Durch das Aufziehen von Regenwolken erhöht sich die Luftfeuchtigkeit und diese Veränderung können die meisten Tiere wahrnehmen. Die Insekten kommen in die tieferen Luftschichten und wiederum folgen ihnen die Schwalben. Der Volksmund sagt: "Es wird Regen geben." Diese Regel tritt aber nicht immer ein und somit kann anhand der Schwalben keine definitive Wettervorhersage getroffen werden. Hinzu kommt, dass z. B. die Rauchschwalben auch bei schönem Wetter bevorzugt über den Oberflächen von Kleingewässern, feuchten Wiesen und Gräben jagen, sofern diese noch existieren.
Über großen Gewässern, vor allem Seen, jagen die Schwalben auch bei schlechtem und kaltem Wetter dicht über der Oberfläche. Da die Luftschichten über dem Wasser die wärmere Luft noch eine Zeitlang speichern, halten sich hier auch noch die Insekten auf.