Moos des Jahres
| Jahr | Moosart |
| 2005 | das Silber-Birnmoos (Bryum
argenteum) Ein stickstoffliebendes Moos, das sich durch die Industrialisierung und Luftverschmutzung immer weiter ausbreitet und andere Arten verdrängt. Kommt auch auf intensiv bewirtschafteten Maisäckern vor. |
| 2006 | das Quellmoos (Fontinalis
antipyretica L.) Kommt in sauberem Wasser vor und wird deshalb zur Beurteilung der Gewässergüte genutzt. Durch den verstärkten Bau von Kläranlagen auch wieder in einigen Flüssen anzutreffen. |
| 2007 | das Polster-Kissenmoos (Grimmia pulvinata) Das Moos soll auf bemooste Gemäuer als gefährdeten Lebensraum hinweisen. Zunehmend werden Moose an Gebäuden als störend angesehen und bekämpft, oder es werden moos-unfreundliche Baustoffe verwendet. |
| 2008 | das Hübsche Goldhaarmoos (Orthotrichum pulchellum) Ein nordisch-ozeanisches Moos, das sich offenbau aufgrund der Klimaveränderung oder der Luftgüteverbesserung immer weiter nach Süden ausbreitet. In Europa sind 35 Arten der Goldhaarmoose bekannt. |
| 2009 | das Gemeine oder Graue Weißmoos (Leucobryum glaucum) Ein wasserspeicherndes, anspruchloses Polstermoos, das durch den erhöhten Eintrag an Nährstoffen und die Trockenlegung von Feuchtgebieten stark zurückgegangen ist. |
| 2010 | das Gemeine Widertonmoos (Polytrichum commune) Ein Moos der nassen und feuchten Standorte, das bis zu 0,50 m hoch wird und durch die Trockenlegung von Feuchtgebieten stark zurückgegangen ist. Früher wurden seine flächigen Bestände ausgeschnitten und dienten als Betten oder Decken. |