Nestbau und Brut der Singdrossel
Die Brutzeit der Singdrossel beginnt Mitte April und geht bis in den Juni hinein. Dabei werden 2 bis 3 Gelege im Jahr ausgebrütet.
Das Nest der Singdrossel wir in einer Höhe von 0,50 bis 4,00 m in Astgabeln von Bäumen (Bevorzugt Nadelbäume), in Sträuchern und dichtem Rankengebüsch gebaut. Die Prüfung des Neststandortes kann 3 bis 9 Tage dauern. Als Nestbaumaterial werden Wurzeln, Halme, kleine Zweige, Fichtenreiser und Stengel benutzt. Im Innern wird es mit einer feuchten, recht hart werdenden, mehrere Millimeter dicken Masse ausgestrichen, die aus zerbissenem Holzmulm und Speichel besteht. Häufig wird Erde, Lehm oder Kuhdung beigemischt. Die Nester können bis zu 40 cm hoch werden, wobei Strauchnester aufgrund der fehlenden Unterlage breiter als Baumnester sind.
Das Weibchen legt 4 bis 5 blaugrüne Eier, die mit braunen oder violetten Flecken versehen sind, die sich an den stumpfen Polen der Eier häufen.
Das Weibchen nutzt Brutpausen für den Nahrungserwerb und wird erst vom Männchen gefüttert, wenn die ersten Jungen nach zwei Wochen Brutzeit geschlüpft sind. Die Eierschalen und der Kot der Jungen werden in den ersten Tagen von den Altvögeln gefressen bzw. später weggetragen. Unbefruchtete Eier werden nicht entfernt und beschädigte in den Nestboden getrampelt.
Mischbruten zwischen Amsel und Singdrossel sind möglich. Außerdem wurden mehrmals Singdrosselweibchen beobachtet, die ihre Eier in belegte Amselnester legten.
Nest der Singdrossel im Brombeerbusch an der
Rennbahn in Halle/Saale (Aufnahmen M. Lange).










