Zwergdrossel (Catharus ustulatus)

NUTTAL 1840

Swainson's Thrush / Olive-backed Thrush

Ordnung: Sperlingsvoegel (Passeriformes)
Familie: Drosseln (Turdidae) 
Gattung: Nachtigalldrosseln (Catharus)

Achtung! Sie finden den Artikel auch in unserem neuen Layout:
http://www.vogelarten.de/vogelportraits/zwergdrossel-catharus-ustulatus

Vorkommen:
In der gesamten Taigazone Nordamerikas, bis in die gemäßigten Bergnadelwälder des Kaskaden- und Felsengebirges. Nadelwälder werden im Brutgebiet bevorzugt.

Wanderungen: Zwergdrosseln sind Langstreckenzieher, deren Überwinterungsgebiet sich von der Golfküste der USA bis Bolivien, Peru, NW-Argentinien, Paraguay und Süd-Brasilien erstreckt.Während des Zuges werden feuchte Wälder, Waldländer aller Art und feuchte Stellen im Savannenwald und im Trockenbusch aufgesucht. 

In Europa ist die Zwergdrossel ein seltener Ausnahmegast. Beobachtungen in Deutschland sollten deshalb der Deutschen Seltenheitskommission mitgeteilt werden.

Merkmale

Aussehen: Kleine hochbeinige, großäugige Drossel, die nur wenig größer als die Nachtigall ist und ähnlich wie die Sindrossel gemustert ist. Die Flecken auf der weißen Unterseite sind jedoch kleiner und treten nur auf der Brust und auf der Kehle auf. Auffällig ist ein schmaler dunkler Kinnstreif sowie ein deutlicher und heller rostgelblicher Augenring. Die Iris ist schwarzbraun. Der Oberschnabel ist braunschwarz, der Unterschnabel gelblich- bis fleischrosa mit hornfarbener Spitze. Die Halsseiten, die Kehle und die Vorderbrust sind etwas lebhafter rostgelblich. Die Flanken sind grau getönt. Kopfseiten und Zügel sind dagegen beige getönt. Die Oberseite ist olivgraubraun gefärbt. Die Flügelunterseiten weisen eine charakteristische helle Binde auf, die im Freiland allerdings selten auffällt. Die Füße sind hell graurosa mit gelben Sohlen. Verwechslungsgefahr besteht mit der ähnlichen Grauwangendrossel Catharus minimus (diese aber mit grauweißen Wangen), die ebenfalls in Nordamerika vorkommt. 

Stimme: Meist nachts ist der Zugruf zu hören - ein helles "kwüi", oder auch "quiip". Oft sind auch hoch pfeifende Rufe, wie "ziit" bzw. "whi" zu hören.

Nahrung

Im Frühjahr und im Sommer werden Insekten bei der Flugjagd im Luftraum und bei der Jagd in der Kronen- und Strauchschicht  erbeutet. Vor allem sind dies Baumwanzen, Buckelzirpen, Zikaden, Mücken, Schnaken, Käfer, Wildbienen und Wespen sowie Tausendfüßler und andere Kleintiere.
Im Herbst und im Winter werden hauptsächlich Beeren der verschiedensten Pflanzenformen gefressen.

Brutbiologie

Das Nest wird in 0,6 bis 2 (selten 7) m Höhe in jungen Fichten, oder am Rand von Dickungen angelegt. Als Nestmaterial verwendet das Weibchen feine Fichten- und Lärchenzweige, Baumrinde, Stängel und Grashalme sowie Laubmoose. Gern wird eine Schicht aus bereits verrotteten Blättern, Würzelchen oder vermodertem Holz eingezogen. Ausgekleidet wird das Nest mit Bartflechten und Farnwurzeln. Die drei bis vier (selten fünf) Eier sind von hell grünlichblauer Grundfarbe und sind m. o. w. gleichmäßig stark mit kleineren oder auch größeren gelb-, nuss- und auch zimtbraunen Flecken besprenkelt. Einige Eier können aber auch ungesprenkelt sein. Gebrütet wird 11 bis 12 Tage lang. Die Jungen werden 10 bis 14 Tage lang im Nest gefüttert. Es findet nur eine Jahresbrut statt. 

 


© 2003 Vogelschutz-Online e.V. www.vogelarten.de

weiterfuehrende Links: Systematik. Ordnungen - Naturdes Jahres - Vogelnester - Beobachtungen- Schwalben - blog.vogelarten.debilder.vogelarten.de


Ihr findet uns auch bei: Twitter   YouTube    Facebook - Wir freuen uns auf Euren Besuch!