Dohle (Coloeus monedula) ist Vogel des Jahres 2012
Der Vogel des Jahres 2012 ist die Dohle (Coloeus monedula).
Wie fast alle Rabenvogelarten gehört sie zu den eher unbeliebten Vögeln und gehört aufgrund der Veränderungen in ihrem Lebensraum zu den Vogelarten, die man Deutschland bereits nicht mehr überall beobachten kann. So wird es für die Dohle zunehmend schwieriger in den Siedlungen geeignete Nistplätze zu finden, da die Gebäudesanierungen alle Brutmöglichkeiten für an Gebäuden brütende Vogelarten beseitigen. Außerdem fehlt in der Brutzeit geeignete Insektennahrung für die Jungenaufzucht. Die Wahl zum Jahresvogel soll auf diese Probleme hinweisen und zu Schutzmaßnahmen anregen. So können z.B. Nistkästen an Gebäuden und in geeigneten Baumbeständen dazu beitragen, neue Brutkolonien aufzubauen oder vorhandene zu erhalten.
Das ausführliche Porträt der Dohle findet sich unter
http://www.vogelarten.de/vogelportraits/dohle-corvus-monedula-089
Aktualisiert (Freitag, den 25. November 2011 um 20:27 Uhr)
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Ordnung: Sperlingsvögel (Passeriformes) Gattung: Rotschwänze (Phoenicurus) In Mitteleuropa leben zwei der 11 weltweit verbreiteten Rotschwanzarten, der häufige und im Siedlungsbereich des Menschen vorkommende Hausrotschwanz (Phoenicurus ochruros) und der seltenere und heimlichere Gartenrotschwanz. Zwischen den beiden mitteleuropäischen Rotschwanzarten kann es zu Verpaarungen untereinander und zu Hybriden kommen. Das Männchen des Gartenrotschwanzes ist aufgrund seiner kontrastreichen, leuchtenden Farben und seines markanten Revierverhaltens einer unserer schönsten einheimischen Singvögel. Beide Geschlechter der Rotschwänze haben zudem einen unverkennbaren auffallend rostorangen Schwanz und sind dadurch leicht von anderen Singvogelarten zu unterscheiden. Ein auffälliges Verhalten, das alle Rotschwänze zeigen, ist ihr regelmäßiges Knicksen. Ebenso wie den Hausrotschwanz, einen typischen Kulturfolger und Vogel der Siedlungen, kann man auch den Gartenrotschwanz stellenweise im Siedlungsbereich antreffen, wenn er denn die entsprechenden Lebensbedingungen vorfindet. Bis zum Einsetzen der intensiven Landwirtschaft hat der Gartenrotschwanz durchaus von den menschlichen Tätigkeiten profitiert. Die durch extensive und saisonale Beweidung gelichteten Laubwälder und kurzgrasigen Streuobstwiesen stellten ideale Lebensräume dar. Als Langstreckenzieher gehört der Gartenrotschwanz zu den Vogelarten, die vor allem von den klimatischen Veränderungen in den Rast- und Überwinterungsgebieten betroffen sind und für die daher nicht nur im Brutgebiet intensive Schutzmaßnahmen ergriffen werden müssen. Aktualisiert (Freitag, den 25. November 2011 um 20:09 Uhr) Vogelfütterung im WinterVogelfütterung im WinterEtwa 20 Mill. Euro geben die Deutschen jährlich für die Winterfütterung ihrer gefiederten Freunde aus, denn am winterlichen Futterhaus bietet sich die einmalige Gelegenheit einheimische Vögel und nordische Wintergäste aus der Nähe zu beobachten. Kaum ein Thema ist allerdings wissenschaftlich so umstritten, wie die Vogelfütterung. Galt bisher: Nur während langer Frostperioden und bei geschlossener Schneedecke zu füttern, so gibt es nun Langzeitstudien aus Großbritannien, die positive Bestandstrends (z. B. beim Stieglitz) bei ganzjähriger Fütterung feststellten. So erscheint es zumindest über die Winterperiode sinnvoll, dort zu füttern, wo Vögel aufgrund der wirtschaftlichen Tätigkeit des Menschen weniger natürliche Nahrung finden. Das trifft für Siedlungen und landwirtschaftlich intensiv genutzte Gegenden zu. Hat man aber erst einmal mit Füttern begonnen, dann müssen sich die Vögel auch auf das menschliche Nahrungsangebot verlassen können. Denn bei Extremwetterlagen geht viel lebensnotwendige Energie bei der Futtersuche verloren, besonders wenn das gewohnte Futter fehlt. Gefüttert werden sollte deshalb auch früh morgens und kurz vor der Abenddämmerung, um den Energieverlust während der kalten Nächte auszugleichen. Es sollten nur solche Fütterungseinrichtungen anschafft werden (z. B. Boden- und Hängesilos), in denen der Vogelkot das Futter nicht verunreinigen kann. Der Futterplatz sollte regen- und windgeschützt sein und den Vögeln einen guten Überblick ermöglichen. Um Infektionen zu vermeiden, sind mehrere Futterstellen anzubieten und die Futterplätze sind regelmäßig vom Kot zu reinigen. Außer in den Automaten ist täglich nur so viel zu füttern, wie die Vögel auch fressen.
Aktualisiert (Freitag, den 28. Januar 2011 um 09:10 Uhr) Der Luchs (Lynx Lynx) ist Wildtier des Jahres 2011Pressemitteilung vom Nationalpark Bayerischer WaldVon der Schutzgemeinschaft Deutsches Wild wurde der Luchs zum Wildtier des Jahres 2011 ausgerufen. Seit dreißig Jahren streift der Luchs wieder durch unsere Wälder. Einst stellte man ihm nach, da er als Jagdkonkurrent, als Bedrohung für Nutztiere und wohl auch als Lieferant edlen Pelzes galt. In Deutschland findet der Luchs wieder Lebensraum in den Mittelgebirgsregionen Bayerischer Wald und Harz, doch auch in anderen Gebieten werden immer wieder Luchse beobachtet. Das Pinselohr, wie er auf Grund seiner Haarbüschel an den Ohren auch genannt wird, streift als Einzelgänger umher. Ein bis maximal vier Junge bringt eine Luchsin pro Jahr zur Welt – nicht viel wenn man bedenkt, dass die Jungensterblichkeit bis zu 80% betragen kann. In Mitteleuropa gilt das Vorkommen des eurasischen Luchses als nicht gesichert. Umso schöner, dass Luchse hierzulande wieder frei umherstreifen können und die Schutzgemeinschaft Deutsches Wild den Luchs zum Wildtier des Jahres 2011 ernannt hat. Einzigartig, geheimnisvoll und wunderschön – die Katze in unseren Wäldern. Aktualisiert (Mittwoch, den 22. Dezember 2010 um 21:12 Uhr) |



